Fundraising im Erzbistum BambergDas kleine ABC des FundraisingsF wie FundraisingBeim Fundraising handelt es sich „um die Beschaffung von benötigten Ressourcen, ohne dass die Organisation eine marktadäquate materielle Gegenleistung erbringen muss“ (Michael Urselmann). Benötigte Ressourcen können sowohl Geld- wie auch Sach- oder Zeitspenden sein. Wie viele andere Begriffe aus dem modernen Wirtschaftsleben kommt auch der Begriff des Fundraisings aus dem Englischen bzw. genauer aus Amerika. Dort hat das professionelle Fundraising bereits eine lange Tradition. B wie BeziehungspflegeNicht umsonst spricht man vom „Relationship-Fundraising“ und meint damit, dass das A und O eines guten Fundraisings die dauerhafte Beziehungspflege zu den (zukünftigen) Spendern, Freunden, Gönnern und Sponsoren einer Organisation ist. Der Kontakt kann sowohl persönlich über Besuche, Telefon oder Treffen oder über Dankschreiben, Rundbriefe oder Zeitschriften erfolgen. C wie Corporate Identity (CI)Für ein gutes Marketing braucht es eine positive Corporate Identity, was nichts anderes ist als die Wahrnehmung einer Organisation über die Gesamtheit ihrer charakteristischen Merkmale. M wie MailingUnter Mailing versteht man die professionell vorbereitete und durchgeführte Spendenwerbung per Brief. Der Erfolg eines Mailings hängt dabei u. a. sehr stark von der Gestaltung des Briefes und der Qualität der angeschriebenen Adressen ab. Nach wie vor ist ein gut gemachtes Mailing eines der wichtigsten Instrumente im klassischen Fundraising. M wie MarketingIm Non-Profit-Bereich wird Marketing als systematisches Brückenbauen zwischen der Organisation und den mit ihr in Beziehung stehenden Partnern verstanden mit dem Ziel, die Anliegen der Organisation effizient zu verwirklichen (nach Robert Purtschert). M wie MerchandisingÜber den Verkauf bestimmter, meist eigens für die Organisation entworfener und hergestellter Artikel lassen sich, ergänzend zu anderen Fundraising-Maßnahmen, ebenfalls Einnahmen erzielen. N wie NPOHinter dem Kürzel NPO verbirgt sich der Ausdruck „Non-Profit-Organisation“. Gemeint sind gemeinnützige Organisationen wie z. B. die Kirchen, die zum Wohle der Menschen in der Gesellschaft wirken (im Gegensatz zu Organisationen, die auf Gewinnabschöpfung zum Wohle der eigenen Organisation oder einzelner Personen hinwirken). P wie Public RelationsEnglisch für Beziehungen zur Öffentlichkeit, im Deutschen oft auch als „Öffentlichkeitsarbeit“ bezeichnet, häufig mit „PR“ abgekürzt. Für das Fundraising ist eine gute PR – Arbeit unerlässliche Voraussetzung. S wie SponsoringBeim Sponsoring tauschen die Organisation und der Sponsor (für die Organisation steuerpflichtige) Leistungen aus. Der Sponsor erhält für seine Geld- oder Sachleistung von der Organisation als Gegenwert z. B. Werbefläche oder andere Möglichkeiten zur werbenden Darstellung. In der Regel wird zur Fixierung dieses gegenseitigen Geschäfts ein Sponsoring-Vertrag abgeschlossen. S wie StiftungBei einer Stiftung bringt die Stifterin bzw. der Stifter Vermögenswerte/ Kapital in seine Stiftung ein und legt einen oder mehrere (Förder-)Zwecke fest, für die die Erträge (Zinsen) aus dem Kapital verwendet werden sollen. Bei einer rechtsfähigen Stiftung (daneben gibt es noch die treuhänderische Stiftung – siehe dort) müssen in der Stiftungssatzung Bestimmungen über die Bildung des Vorstandes enthalten sein, der die Stiftung verwaltet, und es ist eine behördliche Anerkennung erforderlich. Wesentliche Motivation für die Errichtung einer Stiftung ist das Ziel, auf religiösem, sozialem oder kulturellem Gebiet dem Wohl der Allgemeinheit zu dienen. Im Gegensatz zu früher werden 90 % der Stiftungen heute zu Lebzeiten der Stifter gegründet und die Mehrzahl der Stifter arbeitet aktiv in ihren Stiftungen mit. Das Grundstock-Kapital bleibt in der Regel unangetastet, es ist gleichsam „für immer“ in dieser Stiftung angelegt (die ältesten noch heute aktiven Stiftungen in Deutschland sind weit über tausend Jahre alt!) und nur die Erträge fließen in die festgelegten Stiftungszwecke. Die Stiftungsorgane (Vorstand, Stiftungsrat oder Treuhänder) sorgen unter Mitwirkung des Stifters für die zweckgebundene Verwendung der Mittel und für eine gleichermaßen ertragssichere wie ethisch (sozial, ökologisch) vertretbare Anlage des Stiftungsvermögens. Das Kapital zur Gründung einer gemeinnützigen Stiftung kann übrigens weitgehend steuerlich als Sonderausgaben vom Gesamtbetrag der Einkünfte abgezogen werden. Siehe auch Stiftungszentrum der Erzdiözese Bamberg. T wie Treuhänderische oder unselbständige StiftungNeben der rechtsfähigen Stiftung (siehe dort) kann jemand schon mit einem relativ geringen Einstiegs-Kapital (beim Stiftungszentrum der Erzdiözese Bamberg ab 10.000 €) und wenig Aufwand seine eigene Stiftung als treuhänderische Stiftung z. B. unter dem Dach des Stiftungszentrums der Erzdiözese Bamberg (Näheres dazu siehe dort) errichten. Eine treuhänderische Stiftung bietet einige Vorteile gegenüber der rechtsfähigen Stiftung: So ist sie schneller errichtet, weil die behördliche Anerkennung entfällt, sie ist einfacher zu verwalten und sie ist flexibler, da durch eine nachträgliche Satzungsänderung relativ einfach eine Anpassung des Stiftungszweckes möglich ist. In einem Treuhandvertrag zwischen dem Stifter und dem Stiftungszentrum der Erzdiözese Bamberg, dessen Vorsitzender der Erzbischof ist, werden die Einzelheiten, insbesondere der Stiftungszweck festgelegt. 
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